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Sheraton Milan Malpensa Airport

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Aufgrund unseres frühen Abflugs in Mailand kam eine Anreise am gleichen Tag nicht in Frage. Daher musste noch ein Hotel für die eine Nacht zwischen Anreise und Weiterflug her. Nun gibt es am Flughafen Malpensa durchaus diverse Hotels unterschiedlicher Ketten (u.a. ist IHG mit einem Crowne Plaza und einem Holiday Inn Express vertreten) und in sämtlichen Preisklassen, jedoch befindet sich nur das Sheraton der Marriott-Gruppe wirklich direkt am Terminal. Auch wenn ich, wie ich vermutlich schon öfter erwähnt habe, überhaupt kein Fan der Marriott-Gruppe bin, obsiegte in diesem Falle die Bequemlichkeit zu Gunsten des Sheraton. Zu diesem existieren im Internet nur ältere Reviews, die allesamt vor Corona entstanden sind und mich das schlimmste befürchten ließen, für eine einzelne Nacht mit später An- und früher Abreise war mir das aber egal. Wie sich das Hotel dann tatsächlich geschlagen hat, lest ihr hier.

Informationen zum Hotel
BesuchszeitpunktOktober 2023
NameSheraton Milan Malpensa Airport Hotel & Conference Centre
AnschriftMalpensa Terminal 1, Ferno 21010, Italien
ZimmertypExecutive-Zimmer mit 1 Kingsize-Bett
Dauer des Aufenthalts1 Nacht
Inkludierte LeistungenClub Lounge

Lage und Anbindung

Lage des Sheraton Malpensa Airport Hotels (openstreetmap.org)

Das Hauptargument für einen Besuch im Sheraton Malpensa Airport ist sicherlich die Lage direkt am Terminal. Vergleichbar mit den beiden Hotels der Hilton-Kette am Frankfurter Flughafen befindet sich das Hotel direkt oberhalb des Flughafenbahnhofs und kann vom Terminal aus ohne das Gebäude zu verlassen erreicht werden. Von der Ankunftsebene folgt man der Beschilderung zu den Zügen des Malpensa Express und findet dann den recht dezent gekennzeichneten Eingang zum Hotel auf der rechten Seite der Verteilerebene des Bahnhofs, zwischen den Rolltreppen, die zu den beiden Bahnsteigen führen.

Über die Verkehrsanbindung eines Flughafenhotels zu sprechen ist ein wenig müßig, da in der Regel der Grund für eine Übernachtung hier ein anstehender oder vergangener Flug ist. Dennoch sei gesagt, dass man das Hotel auch mit dem Auto erreicht (direkt neben dem Hotel befinden sich einige Parkplätze, die zum Flughafengelände gehören) und mit dem Zug ist man innerhalb von ca. 45 Minuten auch in der Innenstadt von Mailand. Für einen Tagesausflug bei einem längeren Aufenthalt ist das in Ordnung, für einen längeren Besuch in Mailand würde ich aufgrund der langen Fahrzeit und des nicht ganz günstigen Ticketpreises jedoch empfehlen, ein Hotel in der Stadt zu buchen.

Schwieriger sieht es mit den Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten im direkten Umfeld des Hotels aus – einen Supermarkt oder ähnliches gibt es meines Wissens nach nicht, und im Flughafenterminal stehen nur einige Angebote der Systemgastronomie zur Verfügung, so dass man hier recht eingeschränkt ist. Aus diesem Grunde hatte ich auch ein Zimmer mit Loungezugang gebucht, um am Abend dort noch eine Kleinigkeit essen zu können, ohne auf das recht teure Hotelrestaurant oder McDonalds respektive Rossopomodoro im Terminal ausweichen zu müssen.

Video-Roomtour

In der Video-Roomtour zeige ich euch den Eingangsbereich, die Lobby und das 1 King Bed-Executive-Zimmer des Sheraton Milan Malpensa Airport Hotels.

Öffentliche Bereiche

Betritt man das Hotel durch den Eingang, findet man sich überraschenderweise direkt in der geräumigen Lobby des Hotels wieder – ich hätte erwartet, dass man zunächst mit dem Aufzug eine Etage nach oben fahren muss. In der Lobby befindet sich auch die Rezeption, in der man uns mit Hinweis auf die noch laufende Happy Hour in der Club Lounge zügig und ohne große Umschweife eincheckte.

Lobby des Sheraton Malpensa Airport

Das Hotel selbst besitzt nur 3 Zimmeretagen, das Gebäude an sich ist aber riesig – da das ganze Gebäude vom Grundriss her wie ein Kamm aufgebaut ist (der Steg befindet sich auf der dem Terminal abgewandten Seite, die Zinken zum Terminal hin), können die Laufwege zu den Zimmern durchaus recht enorm wirken. Unser Zimmer befand sich am Ende der hintersten Zinke des von den Aufzügen aus gesehen rechten Flügels, der Laufweg von den Aufzügen betrug gut und gerne über 100 Meter. Viele Rezensenten haben auch die übertrieben großzügig dimensionierten Flächen vor den Aufzügen angemerkt, die irgendwie ungenutzt wirken, und tatsächlich macht das ganze den Eindruck einer großen Platzverschwendung (und verlängert die Wege zu den Zimmer noch einmal zusätzlich).

Das Hotel-Restaurant und die Bar befinden sich auf der 1. Etage, während es auf der zweiten Etage eine Crew-Lounge gibt (das Hotel wird naturgemäß von einigen Flugzeugbesatzungen genutzt) und die dritte Etage verfügt über die Club-Lounge, die bei unserem Besuch leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war (hierzu später mehr).

Offenbar gibt es in diesem Hotel auch einen Pool, der jedoch laut diversen Rezensionen nur gegen ein zusätzliches Entgelt genutzt werden kann und keinen besonders einladenden Eindruck macht. Ob das immer noch so ist vermag ich leider nicht zu sagen, da wir während unseres kurzen Aufenthalts keine Gelegenheit hatten, dieses Angebot zu nutzen.

Club Lounge

Wie bereits erwähnt war die eigentliche Club Lounge zum Zeitpunkt unseres Besuchs geschlossen, was ich nur durch Zufall bei einem Blick auf die Webseite des Hotels eine Woche vor dem Besuch erfuhr. Stattdessen wurde das Frühstück für Club-Gäste in diesem Zeitraum im Frühstücksrestaurant des Hotels angeboten, während für die abendliche Happy Hour ein kleiner Bereich in der ebenfalls kürzlich renovierten, aber noch nicht wiedereröffneten Hotelbar abgetrennt wurde. Immerhin bot man hier einen angemessenen Ersatz an, in anderen Hotels habe ich auch schon die Mentalität “Pech gehabt” erlebt – wenngleich natürlich die Kommunikation diesbezüglich etwas besser hätte sein können.

Für die abendliche Happy Hour, die bis 20 Uhr lief, wurde eine solide, wenn auch nicht überragende Auswahl an durchaus lokal inspirierten Kleinigkeiten (Antipasti, Tramezzini etc.) sowie eine Auswahl von Softdrinks, Bier und Wein offeriert. Harten Alkohol gab es im Gegensatz zu anderen Club Lounges hier nicht.

Gegen 20 Uhr wurden wir dann durch das Personal darüber informiert, dass “letzte Runde” sei, allerdings ließ man sich mit dem Abräumen Zeit, insbesondere wurden die angebrochenen Weinflaschen auch erst gegen halb 9 vom Buffet entfernt – ich verstehe ohnehin nicht ganz, wieso man in vielen Lounges bei der Endzeit der jeweiligen Angebote, insbesondere am Abend, so strikt ist. In meinen Augen würde es auch ausreichen, wenn man ab dem Ende der Happy Hour einfach nicht mehr nachfüllt und das ganze erst beim Schließen der Lounge abräumt – so habe ich das z.B. im Crowne Plaza in Athen erlebt. Das wäre vor allem in einem Hotel, in dem wie bei einem Flughafenhotel viele späte Ankünfte zu erwarten sind, sicherlich kundenfreundlicher.

Für Gäste in Club-Zimmern wird darüber hinaus auch ein Frühstück angeboten, das normalerweise in der Club Lounge serviert wird, aufgrund der Renovierungsarbeiten aber im Hauptrestaurant stattfand. Aufgrund unserer frühen Abreise gegen 5:30 Uhr am Morgen haben wir das Frühstücksangebot aber nicht nutzen können – an der Rezeption bot man uns stattdessen aber an, ein Frühstück “to go” zu erhalten, was wir aber abgelehnt haben.

Zimmer

Eine wirklich positive Überraschung erlebten wir beim Bezug des Zimmers. Während viele der alten Rezensionen dieses Hotels noch karge, Sheraton-typische Zimmer im Minimal-Look zeigen (und ich diese eigentlich auch erwartet hatte), hat man inzwischen offenbar renoviert und ein für ein Sheraton durchaus beeindruckendes Design geschaffen.

Von der Größe her bewegte sich das Zimmer durchaus in erwartbarem Maß, der Zustand und vor allem die Gestaltung waren jedoch absolut tadellos. Auch das Badezimmer konnte durchaus überzeugen, auch wenn man sich hier wieder einmal für eine der von mir verhassten nicht verschließbaren Duschen entschieden hat – immerhin gab es hier aber eine echte Duschwanne, so dass sich das Problem mit Hochwasser im Bad beim Duschen dann doch in Grenzen hielt.

Auch ausstattungstechnisch wurde alles geboten, was man in einem Hotel der entsprechenden Kategorie und Preisklasse erwarten kann. Neben Hausschlappen und Bademänteln gab es eine Auswahl an Gebrauchsgegenständen im Bad, eine Möglichkeit der Kaffee- und Teezubereitung (leider nur Instant, in Italien würde man sich hier sicherlich mehr wünschen) und auch eine befüllte Minibar, inzwischen ja eher die Ausnahme denn die Regel, war vorhanden (auch wenn mir leere Kühlschränke eigentlich lieber sind als befüllte Minibars).

Was den Ausblick aus dem Zimmer angeht, so schaute man genau auf das, was man in einem Flughafenhotel erwarten würde, nämlich diverse Flughafen-Infrastruktur. Es sei jedoch angemerkt, dass die Zimmer, die sich im Gegensatz zu unserem nicht an der Außenseite des Hotels befinden, sondern in einer der inneren “Zinken” der kammartigen Gebäudestruktur gelegen sind, grundsätzlich auf die gegenüberliegende Fassade blicken, die ebenfalls Zimmer beherbergt. Uns ist aufgefallen, dass die Gardinen nicht wirklich blickdicht waren, so dass man bei eingeschalteter Zimmerbeleuchtung durchaus die Aktivitäten in den gegenüberliegenden Zimmern beobachten konnte. Hier müsste man dann vermutlich direkt die blick- und lichtdichten Vorhänge zuziehen, die natürlich auch vorhanden waren.

Aussicht aus dem Zimmer

Fazit

Alles in Allem muss ich sagen, dass mich der Aufenhalt im Sheraton Milano Malpensa Airport wirklich positiv überrascht hat. War ich aufgrund älterer Rezensionen (die ich hier nicht verlinkt habe, da sie allesamt nicht mehr aktuell sind) noch vom Schlimmsten ausgegangen, muss ich sagen, dass dieses Sheraton möglicherweise das beste war, in dem ich bisher übernachtet habe. Der Preis war angemessen, die Zimmer erstaunlich modern und in gutem Zustand, und obwohl das Angebot in der Club Lounge besser sein könnte, kann ich auch hier nicht wirklich meckern. Würde sich das Hotel nicht am Flughafen sondern in der Innenstadt befinden, würde ich sicherlich auch für einen längeren Aufenthalt zurückkehren.

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