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Asiana Airlines Lounge West, Incheon

Weitere Beiträge aus der Reihe „Ins Land der Instantnudeln“
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Die StarAlliance-Airline Asiana bietet an ihrem Heimatflughafen Seoul-Incheon insgesamt drei Business Class-Lounges im Terminal 1, die in Rezensionen üblicherweise eher mittelmäßig bis schlecht weg kommen. Die allgemeine Empfehlung lautet, man solle lieber die im linken Flügel der Terminalwurzel gelegene Singapore Airlines-Lounge aufsuchen, deren Eingang unmittelbar neben derjenigen der Asiana Lounge West liegt. Unter anderem aus diesem Grund haben wir uns direkt für einen Aufenthalt in diesem Bereich des Terminals entschieden, um uns beide Lounges direkt im Vergleich anschauen zu können. Warum wir am Ende dann doch nicht in der SilverKris-Lounge waren und wieso ich denke, dass die Asiana-Lounge die teils schlechten Reviews nicht wirklich verdient hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Informationen zur Lounge
BesuchszeitpunktNovember 2025
FlughafenIncheon International Airport (ICN/RKSI)
NameAsiana Lounge Business Class West
LageTerminal 1, Hauptgebäude, nach Sicherheit und Passkontrolle
ZugangAsiana Airlines Business Class-Ticket

Lage

Die Asiana Airlines Lounge West liegt, wie der Name schon sagt, im linken, westlichen Flügel des Terminalgebäudes 1 zwischen den Sicherheitskontrollen mit den Nummern 4 und 5 auf der Galerie-Ebene des luftseitigen, internationalen Hauptgebäudes des Terminals 1 (es gibt auch noch ein Satellitenterminal, das mit einer unterirdischen Kabinenbahn erreicht wird). Der Eingang zur Lounge befindet sich dabei gegenüber des Zugangs zum linken der beiden Terminal-Ausleger mit den Gates 29 bis 41 und ist eher spärlich beschildert – die offizielle Flughafen-Beschilderung weist nur die Transfer Desks und eine „Transfer Lounge“ (was auch immer das bedeuten mag) in dieser Richtung aus, auf die dort befindlichen Airline-Lounges weist nur ein ebenfalls eher unauffälliger Aufsteller von Singapore Airlines hin.

Zugang zur Rolltreppe, die zu den Lounges führt

Auf der oberen Ebene angekommen findet man hier neben dem Zugang zu einem Massageanbieter auch die Eingänge der Asiana Airlines Lounge sowie der Singapore Airlines SilverKris Lounge.

Eingang zur Asiana Airlines Lounge

Da wir aufgrund zweier bereits ausgebuchter Züge zum Flughafen gut anderthalb Stunden später als geplant am Flughafen angekommen sind (mehr dazu im Bericht über unseren Flug nach Hongkong), wollten wir die Asiana-Lounge aufgrund ihrer eher weniger wohlwollenden Bewertungen eigentlich überspringen und ausschließlich die Singapore Airlines-Lounge besuchen. Diese war aber gerade während unseres Aufenthalts-Zeitraums geschlossen – vermutlich öffnet man diese nur noch direkt vor den Flügen von Singapore Airlines.

Die Öffnungszeiten der SilverKris Lounge

Ausstattung

Betreten wird die Lounge wie üblich durch eine Rezeption, an der man jedoch nicht besonders freundlich war. Links von der Rezeption schließt sich dann zunächst der Bereich mit den Waschräumen an, die an und für sich nichts besonderes darstellen, aber mit einigen Duschen ausgestattet sind.

Der Korridor hinter der Rezeption, rechts die Waschräume
Blick in den Herren-Waschraum

Auf der linken Seite des Lounge-Hauptraums zieht sich zunächst eine Reihe niedriger Tische mit Sesseln entlang, diese wird unterbrochen durch eine Serie von Ruhekabinen, von denen zwei mit Massagesesseln bestückt sind. Diese nicht komplett verschließbaren Ruhekabinen waren während unseres Aufenthalts durchgängig belegt, so dass ich keine Bilder davon machen konnte.

Die Sessel-Sitzgruppen, im Hintergrund die Ruhekabinen

Der eigentliche Lounge-Bereich beginnt in der Mitte des Raumes hinter den Waschräumen zunächst mit der Selbstbedienungs-Bar und einigen Sitzplatz-Arrangements rund um Bistrotische. Daran an schließt sich ein Sitzplatzbereich, in dem, fast wie im Kino, alle Plätze in Richtung eines Fernsehers ausgerichtet sind, gefolgt von einem erneuten Sitzbereich mit Bistrotischen, bevor der Raum durch das Speisenbuffet hinter einem halboffenen Raumtrenner abgeschlossen wird.

Entlang der Terminal-Fenster zieht sich dabei ein Arbeitsbereich, der auch mit Steckdosen ausgestattet ist (jedoch finden sich überall innerhalb der Lounge zahlreiche Universalsteckdosen).

Arbeitsbereich entlang der Fensterfront

Neben der durchaus recht modernen Gestaltung der Lounge finde ich insbesondere die luftige Atmosphäre mit ausgezeichnetem Ausblick auf das Vorfeld (die aufgeklebten Sonnenschutz-Elemente auf den Fenstern stören jedoch etwas) sehr angenehm. Dabei wird die luftige Gestaltung mit hoher Decke jedoch nicht wie in ähnlich angeordneten Lounges durch Lärm erkauft, der vom darunterliegenden Terminalbereich in die Lounge dringt – diese Lounge ist trotz ihrer Lage auf der Galerie oberhalb des Haupt-Concourse vollständig von diesem abgetrennt. Auch war es während unseres Besuchs nicht besonders voll, so dass man hier durchaus recht angenehm sitzen konnte. Etwas blamabel fand ich jedoch die Tatsache, dass es sich bei den sporadisch in den Regalen befindlichen Büchern allesamt um Attrappen handelte.

Die Bücher (nicht jedoch die Duty Free-Kataloge) sind Attrappen

Verpflegung

Die Verpflegung stellt in den meisten Rezensionen den hauptsächlichen Schwachpunkt der Asiana Airlines Lounges am Flughafen Incheon dar, und ich muss sagen, dass insbesondere die Speisen tatsächlich nicht so wirklich der „Brüller“ sind. Es war jetzt aber nicht so, dass man hier verhungert wäre.

Speisen

Die Speisen, darunter ein Salatbuffet, eine Auswahl zweierlei Sorten Sandwiches, Toast, Kuchen und vier warme Gerichte (das beliebteste Gericht, ein frittiertes Hühnchen, war auf dem Foto gerade vergriffen, wurde aber später nachgefüllt) wurden ergänzt durch die etwas merkwürdige Präsentation von Kartoffelecken und Krabbenchips auf dem Softdrink-Tresen. Abgeschlossen wurde diese tatsächlich etwas lieblos wirkende Auswahl durch eine Selektion von vier verschiedenen Sorten koreanischer Instant-Nudeln im Pappbecher.

Die Speisen waren qualitativ und geschmacklich sämtlich tatsächlich nicht so besonders (wenngleich essbar), insbesondere, da die warmen Gerichte allesamt nur lauwarm daherkamen.

Wir haben uns daher für die sichere und immerhin auch halbwegs landestypische Option eines Bechers Instantnudeln entschieden. Sehr unangenehm aufgefallen ist mir dabei, dass trotz eines entsprechenden Hinweises auf dem Buffet, die originalverschweißten Nudelbecher nur in der Lounge zu konsumieren, mehrere Gäste gleich zwei oder drei der Becher klammheimlich in ihren Handtaschen verschwinden ließen.

Ein Becher Shin Ramyun als Hauptgang

Getränke

Bei den Getränken sah die Angelegenheit dann schon deutlich besser aus: an der Rückwand des Speisen-Buffets wurden mehrere Sorten Softdrinks, Saft und Heißgetränke angeboten.

Saft, Wasser und Heißgetränke

Auf der dem Speisen-Buffet gegenüberliegenden Seite des Raumes nahe dem Durchgang zur Rezeption und den Waschräumen wurden mehrere Sorten Marken-Spirituosen zur Selbstbedienung auf der Bar angeboten, ergänzt durch Wein und Bier aus zwei der in Asien gerade offenbar recht angesagten „Becher befüllt sich vom Boden her automatisch“-Bierzapfanlagen.

Positiv an diesem Angebot fand ich auch, dass mit Soju und Sake auch einige regionaltypische Angebote vorhanden waren. Die Getränkeauswahl würde ich für eine Business Class Lounge als vollkommen angemessen bewerten.

Fazit

Obwohl die Asiana Airlines Lounges in Incheon in vielen Bewertungen nicht besonders gut weg kommen, fand ich zumindest diese Lounge gar nicht so schlecht. Klar, das Speisenangebot könnte tatsächlich besser sein, alle anderen Aspekte waren für meine Bedürfnisse aber zufriedenstellend. Man muss für den Besuch dieser Lounge nicht unnötig früh am Flughafen sein, einen großen Bogen würde ich aber zukünftig nicht darum schlagen.

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