- Wochenendausflug nach Hongkong
- British Airways Business Class Düsseldorf – London (LHR) Airbus A320neo
- Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)
- Cathay Pacific Business Class London (LHR) – Hongkong, Boeing 777-300ER
- Regal Airport Hotel Hongkong (Tageszimmer)
- Cathay Pacific The Bridge, Hongkong
- Cathay Pacific Business Class Hongkong – München, Airbus A350-900
Cathay Pacific bietet ihren Business Class-Fluggästen und Gästen mit entsprechendem Oneworld-Status an ihrem Heimatflughafen Hongkong insgesamt 3 unterschiedliche Lounges an. Neben der an der Terminalwurzel gelegenen Lounge „The Wing“ und der im rechten Terminal-Ausleger gelegenen Lounge „The Pier“ existiert darüber hinaus mit der hier beschriebenen Lounge „The Bridge“ eine dritte Lounge, die kürzlich renoviert und wiedereröffnet wurde. Da es sich hierbei zum einen um eine frisch renovierte Lounge und zum anderen ohnehin aufgrund ihrer Lage um meine bevorzugte Lounge in Hongkong handelt, in der ich bereits bei früheren Aufenthalten gute Erfahrungen gemacht hatte, fiel die Entscheidung nicht schwer, auch dieses mal wieder „The Bridge“ aufzusuchen.
| Informationen zur Lounge | |
| Besuchszeitpunkt | Februar 2026 |
| Flughafen | Hongkong Chek Lap Kok Airport (HKG/VHHH) |
| Name | The Bridge |
| Lage | Hauptterminal, nach Sicherheit und Passkontrolle |
| Zugang | Cathay Pacific Business Class Ticket |
Lage
Die Lounge „The Bridge“ liegt strategisch sehr günstig im Hauptterminal genau an der Stelle, an der sich das Y-förmige Terminal in die zwei Ausleger verzweigt, zwischen den Gates 40 und 61. Damit ist sie die am zentralsten gelegene Lounge, die Cathay Pacific in Hongkong bietet, da eigentlich alle Gates innerhalb von 10 bis 15 Minuten fußläufig erreichbar sind. Auch deshalb handelt es sich bei dieser Lounge um die von mir bevorzugte, lediglich wenn man absehen kann, dass man ohnehin von einem der Gates 1 bis 11 abfliegt, wäre „The Wing“ die bessere Wahl, bei einem voraussichtlichen Abflug von den 60er- bis 70er-Gates könnte man alternativ auch „The Pier“ aufsuchen. Erreichen kann man die Gates von der Sicherheits- und Ausreisekontrolle natürlich zu Fuß, alternativ kann aber auch die unterirdische Kabinenbahn, deren mittlere Station direkt unterhalb der Lounge liegt, für einen Stopp genutzt werden.
In dem Terminalbereich, in dem auch „The Bridge“ liegt, befindet sich eine Unzahl anderer Lounges (u.a. die Emirates Lounge, ein United Club, diverse Vertragslounges sowie die American Express Centurion Lounge) – im Gegensatz zu diesen Lounges, die allesamt auf der Galerie-Ebene des Terminals liegen, befindet sich „The Bridge“ jedoch unterhalb der Abflugebene. Vom Haupt-Concourse führen Rolltreppen direkt geradeaus nach unten zur Rezeption der Lounge, die jedoch für ortsunkundige Besucher leicht zu übersehen sind, obwohl sie direkt am Ende des Hauptkorridors liegen.

Von hier aus gelangt man an die zum Terminal hin offene Rezeption, die die Lounge in zwei separate Teile teilt. Weshalb man die Rezeption so angeordnet hat, dass man zum Wechsel der Lounge-Teile (der natürlich jederzeit möglich ist) quer durch die Rezeption laufen muss, anstatt die Wand der Rezeption etwas vorzuziehen und dahinter einen Durchgang für die Lounge-Gäste zu schaffen, ist mir zwar ein Rätsel, jedoch geht die Anmeldung hier sehr zügig von Statten, da die Mitarbeiter die Gäste bereits mit mobilen Bordkartenscannern am Fuße der Rolltreppe empfangen.

Interessanterweise gibt Cathay Pacific nach wie vor dedizierte Lounge-Einladungskarten heraus, die beim erstmaligen Betreten der Lounge einbehalten werden. Welchen Sinn dies hat (erfahrungsgemäß reicht auch die Bordkarte an sich) erschließt sich mir auch nicht so ganz, aber möglicherweise möchte man hiermit ein wenig mehr Exklusivität schaffen.
Ausstattung
Wie bereits erwähnt besteht The Bridge (nicht erst seit dem Umbau) aus zwei separaten Bereichen, die sich jeweils links und rechts der Rezeption erstrecken. Diese sind (beabsichtigterweise) mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen versehen, um einen jeweils einzigartigen Charakter zu schaffen. Vor dem Umbau erfreute sich der (von der Rezeption aus gesehen) linke Teil zumindest tagsüber keiner besonders großen Beliebtheit, da hier das Angebot eher spärlich ausfiel. Dies hat man nun mit dem Umbau geändert, und tatsächlich war der Andrang links während unseres Aufenthalts durchgehend etwas höher als rechts. Beide Bereiche haben dabei den Vorteil gegenüber fast allen anderen Lounges in Hongkong, dass sie direkt an der Außenwand liegen und somit einen ungehinderten Ausblick auf das Vorfeld gestatten.
Von der Rezeption aus muss man zunächst entweder nach links oder nach rechts über die für die Lounge namensgebende „Brücke“ laufen, auf der sich bereits einige Sitzplätze befinden. Da diese aber gegenüber dem Terminal vollkommen unabgeschirmt sind, ist es hier hell, laut und unruhig, weshalb dies wohl die unbeliebtesten Plätze der ganzen Lounge sind.

Linker Teil
Während die Möblierung in beiden Teilen der Lounge mehr oder weniger identisch ist, unterscheiden sich beide Teile insbesondere bezüglich der thematischen Ausrichtung des Verpflegungsangebots. Der linke Lounge-Teil ist dabei asiatisch „thematisiert“.
Betritt man diesen Bereich, so findet man zunächst einen mit Glaswänden abgetrennten Raum mit einigen Sitzgelegenheiten rund um kleine Tische. Wozu dieser Bereich dient ist mir zwar ein Rätsel, denn er ist weder beschildert noch wäre in sonst einer Form zu erkennen, wozu er dient – ein Raucherbereich ist dieser Raum jedenfalls nicht.

Geht man weiter in die Lounge hinein, so öffnet sich der Raum zum Fenster hin zu einem Arbeits- und Speisebereich, in dem diverse größere Tische und ein Tresen entlang der Fensterfront zu finden sind.

Diesem gegenüber liegt auf der Gebäudeinnenseite die für Cathay Pacific Lounges charakteristische „Noodle Bar“, die im Zuge der Lounge-Renovierung in dieser Lounge neu eingeführt wurde. Hier können Speisen à la Carte bestellt werden, darüber hinaus findet man eine kleine Buffet-Auswahl mit asiatischen Kleinigkeiten.

Bewegt man sich weiter in diesen Lounge-Teil hinein, gelangt man nun zu einem nicht besonders großen klassischen Lounge-Bereich, der mit unterschiedlichen Sitzmöbeln ausgestattet ist. Hier wurde es insbesondere gegen 21 Uhr ziemlich voll, jedoch wies die Lounge insgesamt einen recht hohen Durchlauf auf, so dass man in der Regel nur wenige Minuten auf einen freien Sitzplatz warten musste.

Im Zuge der Renovierung leider nicht abgeschafft hat man die komplett in den Wandverkleidungen sehr gut versteckten Türen zu den Waschräumen, die mitunter schwierig zu finden sind. Lediglich die Wandverkleidung ist jetzt braun (früher war sie weiß), wodurch die Beschriftungen der Türen nun noch schlechter erkennbar sind.


Am scheinbaren Ende des Lounge-Bereichs führt ein schmaler Durchgang zur Rezeption der Duschen, an denen bei unserem Besuch am Abend trotz der hohen Auslastung der Lounge keine Wartezeiten herrschten. Da ich nicht selber geduscht habe, war Madame so freundlich, zwei Bilder der insgesamt 5 oder 6 Duschkabinen zur Verfügung zu stellen.


Die meisten Besucher denken vermutlich, dass die Lounge am Durchgang zu den Duschen endet – aber weit gefehlt. Hier liegt, ebenfalls wieder sehr gut versteckt, ein weiterer, recht großer Speise-Bereich, dem Cathay Pacific nach dem Umbau den Namen „The Nook“ gegeben hat. Dieser wirkt aber mit seiner kantinenartigen Gestaltung recht ungemütlich, weshalb ich nicht sicher bin, ob die Leute diesen Bereich einfach nicht finden, oder ob sie ihn nicht mögen. Jedenfalls war er bei unserem Besuch fast leer.

Hier gibt es auch noch einmal eine kleinere Version der Noodle Bar, unmittelbar davor stand auch ein kleiner Karren mit verschiedenen Weinen zur Selbstbedienung und zu regelmäßigen Zeiten (diese findet man auf einem entsprechenden Aufsteller) wird hier, ganz im Stile der Lufthansa Senator-Lounges unter Aufsicht eines Mitarbeiters, eine Auswahl von Dim Sum von einem Karren angeboten.
Rechter Teil
Der rechte Teil der Lounge, der ein internationales Angebot bietet, war bei unserem Besuch erstaunlicherweise nicht so voll wie ursprünglich erwartet. Betritt man diesen Bereich, findet man auf der Fensterseite zunächst einige mit opaken Glaswänden abgetrennte Sitzplatzbereiche, die speziell für Oneworld Emerald-Statuskunden vorgesehen sind.

Dieser erschließt sich mir jedoch auch nicht so ganz, denn die paar Blicke, die ich hierhinein erhaschen konnten, zeigten die exakt gleiche Möblierung und keine besondere Ausstattungsmerkmale. Natürlich war hier weniger los, aber wenn man bedenkt, dass die hier zutrittsberechtigten Gäste auch eine der „vollwertigen“ First Class-Lounges besuchen könnten, die auch verpflegungstechnisch mehr bieten, verstehe ich nicht so richtig, wieso man das hier überhaupt braucht.
Am Ende des Ganges angekommen liegt rechter Hand der als „Food Hall“ bezeichnete Speisebereich, der einige Bistro-Sitzgelegenheiten und ein umfangreiches Buffet bietet.

Kurz bevor die Lounge in den rechten Terminal-Ausleger abknickt liegt auf der Fensterseite ein kleinerer, recht offen gestalteter Lounge-Bereich, gegenüber findet man einen Ruhebereich mit abgeschirmten Sesseln. Da beide Bereiche jedoch dauerhaft komplett belegt waren, habe ich darauf verzichtet, Bilder zu machen.
Entlang der Fensterfront beginnt nun die lange Bar der Lounge, an der die volle Getränkeauswahl erhältlich ist. Dieser gegenüber, durch einen Raumtrenner abgeteilt, befindet sich abschließend ein etwas größerer Lounge-Bereich, der im Gegensatz zu seinem Pendant auf der linken Lounge-Seite jedoch keinen Ausblick auf das Vorfeld bietet.


Verpflegung
Wie bereits erwähnt, bieten beide Lounge-Teile unterschiedliche Verpflegungsmöglichkeiten. Da es aber jederzeit möglich ist, den Lounge-Teil zu wechseln, muss man sich nicht vorab entscheiden, in welchem Bereich man essen möchte.
Linker Teil
Speisen
Die Speisen im linken Teil von „The Bridge“ werden überwiegend durch an den zwei Nudelbars zubereitet. Hier können verschiedene ortstypische Spezialitäten bestellt werden, leider konnte ich nirgendwo eine Speisekarte finden. Da wir bereits vor unserer Ankunft am Flughafen zu Abend gegessen hatten, haben wir hier nichts bestellt.
Ergänzt wird das Speisenangebot durch ein kleines Buffet mit primär chinesischen Vorspeisen und kleineren Gerichten, diese waren von akzeptabler Qualität.


Zu bestimmten Zeiten wird darüber hinaus die Auswahl an der Nudelbar im versteckt ganz am Ende der Lounge liegenden Bereich „The Nook“ durch eine erweiterte Dim Sum-Auswahl ergänzt, von der Madame ebenfalls probiert hat. Qualitativ lag man hier in etwa auf dem gleichen Niveau wie einige Tage zuvor in der Cathay Pacific Lounge London.

Getränke
Getränketechnisch ist man im linken Lounge-Teil recht eingeschränkt, da es hier lediglich Bier und Soft Drinks aus einem Kühlschrank (leider nicht ausreichend kalt) gibt – zusätzlich fanden wir, ebenfalls wieder gut versteckt, im Bereich „The Nook“ unmittelbar vor der dortigen Nudelbar einen Karren mit verschiedenen Weiß-, Rot- und Schaumweinsorten.

Wer die volle Auswahl an Getränken bevorzugt, sollte sich daher in den rechten Lounge-Teil an die dortige bediente Bar begeben.
Rechter Teil
Der rechte Lounge-Teil bietet mit seiner großen bedienten Bar und einem umfangreichen internationalen Buffet die größere Auswahl an Speisen und Getränken, verzichtet dabei aber auf das Anbieten frisch auf Bestellung zubereiteter Gerichte.
Speisen
Im Buffet-Speisebereich „Food Hall“ findet man ein überraschend umfangreiches Buffet mit internationalen Spezialitäten, wobei die Auswahl von Antipasti und mediterranem Aufschnitt über Suppen bis hin zu warmen Hauptspeisen reicht.





Zusätzlich ist direkt am Anfang der Bar eine Auswahl an typischen Bar-Snacks (darunter auch frittierte Frühlingsrollen) erhältlich.

Getränke
Die Getränke im rechten Lounge-Teil werden, mit Ausnahme von Heißgetränken, die auch an zwei Vollautomaten neben dem Buffet erhältlich sind, sämtliche Getränke nur an der bedienten Bar serviert. Diese verfügt über eine umfangreiche Barkarte, die im folgenden abgebildet ist (wobei es sich bei dem „Innovation Cocktail“ namens „Ilaria“ um einen profanen Limoncello Spritz handelte).

Hier bestellte Getränke werden durch eine größere Anzahl von Barleuten sorgfältig und vor allem hochwertig (gerade letzteres erlebt man in Flughafenlounges ja nicht immer) zubereitet. Dabei hatte ich den Eindruck, als sei man tendenziell personell insbesondere im rechten Lounge-Teil überbesetzt, weshalb ich mich die ganze Zeit ein wenig beobachtet fühlte.
Fazit
Gerade asiatische Airlines bieten häufig ein überdurchschnittliches Bordprodukt an, lassen dann aber bei den Lounges einiges liegen. Dies ist bei Cathay Pacific definitiv nicht der Fall, denn hier bietet man ein ordentlich gestaltetes und ganz grundsätzlich hochwertiges Produkt an. Noch erstaunlicher ist jedoch, dass das hohe Niveau auch in den Lounges der Außenstationen gehalten werden kann, auch wenn man es hier in Honkgong mit den Auswahlmöglichkeiten auf die Spitze getrieben hat. Die Neugestaltung der Lounge „The Bridge“ kann weitestgehend als gelungen bezeichnet werden, auch das Verpflegungsangebot lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Ich für meinen Teil würde jedenfalls jederzeit wieder zurückkommen.
Was andere denken
- The Alviator Family Review: Cathay Pacific The Bridge, Hong Kong (HKG) auf thealviator.com (englischsprachig)
- The Bridge Lounge, Hong Kong International Airport auf Satu Kosong Travels (englischsprachig)