Zum Inhalt springen
Startseite » Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)

Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)

Weitere Beiträge aus der Reihe „Wochenendausflug nach Hongkong“
  1. Wochenendausflug nach Hongkong
  2. British Airways Business Class Düsseldorf – London (LHR) Airbus A320neo
  3. Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)
  4. Cathay Pacific Business Class London (LHR) – Hongkong, Boeing 777-300ER
  5. Regal Hongkong Airport Hotel (Tageszimmer)
  6. Cathay Pacific The Bridge, Hongkong
  7. Cathay Pacific Business Class Hongkong – München, Airbus A350-900

Den Fluggästen der Oneworld-Allianz stehen im Londoner Terminal 3 eine überdurchschnittliche Auswahl an Lounges zur Verfügung: Neben der hier besprochenen Cathay Pacific Lounge Heathrow besteht die Möglichkeit des Besuchs je einer Qantas-, British Airways und American Airlines-Lounge, ergänzt wird das Lounge-Portfolio durch einige Contract Lounges und zu guter Letzt auch einer American Express Centurion Lounge. Da uns der Sinn an einem Freitagvormittag nicht unbedingt nach Lounge Hopping stand und ich bereits früher sehr gute Erfahrungen mit den Lounges von Cathay Pacific gemacht hatte, haben wir uns entschieden, nur diese eine Lounge zu besuchen. Wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Bericht.

Informationen zur Lounge
BesuchszeitpunktFebruar 2026
FlughafenLondon Heathrow Airport (LHR/EGLL)
NameCathay Pacific Lounge
LageTerminal 3, nach der Sicherheit
ZugangCathay Pacific Business Class Ticket

Lage

Die Cathay Pacific Lounge liegt im recht beengt wirkenden Terminal 3 des Flughafens Heathrow, von wo aus praktisch alle Oneworld-Abflüge (mit Ausnahme der meisten Flüge von British Airways, die vom Terminal 5 abgefertigt werden) stattfinden. Wie in London üblich sind die Lounges primär mit einem Buchstaben beschildert (auf den Wegweisern findet man aber auch in ganz klein noch die Logos der jeweiligen Airlines), bei der Cathay Lounge handelt es sich um die Lounge mit dem Buchstaben C, die unmittelbar zwischen der Qantas-Lounge und dem Abfluggate 11 liegt.

Eingang zur Cathay Pacific Lounge Heathrow

Zwei Tage vor unserem Besuch erhielten wir eine E-Mail von Cathay Pacific, in der bereits vorab um Entschuldigung gebeten wurde – von den zwei Aufzügen, die zur Lounge führen, ist einer längerfristig wegen Umbauarbeiten nicht nutzbar, weshalb man uns auch bat, die Lounge rechtzeitig zu verlassen, da es beim Verlassen zu Wartezeiten am einzig verbliebenen Aufzug kommen könne. Tatsächlich hatte sich, als wir die Lounge verlassen wollten, eine kleine Schlange vor dem Aufzug gebildet.

Warteschlange vor dem Aufzug beim Verlassen der Lounge

Das Personal bot zwar an, man könne uns auch zu einem Treppenhaus bringen (dieses liegt aber wohl am anderen Ende der Lounge), wir haben das aber abgelehnt, da es durchaus zügig voran ging und wir vermutlich keine drei Minuten auf einen freien Aufzug warten mussten.

Ausstattung

Die Cathay Pacific Lounge Heathrow besteht aus zwei Teilen: einem First Class-Bereich für First Class-Gäste und Oneworld Emerald-Statuskunden sowie einem Business Class-Bereich für alle anderen zugangsberechtigten Gäste. Mangels Oneworld-Status haben wir uns nur den Business Class-Teil angeschaut, der am Ende des Korridors, der an der Rezeption beginnt, hinter einer Biegung nach rechts liegt.

Als wir am Empfang der Lounge vorstellig wurden, fragte man uns zunächst, ob wir mit der Lounge vertraut seien. Da wir diese Frage verneinen musste, erläuterte man uns zunächst grob die Angebote und das Layout der Lounge. Entlang des Rezeptions-Korridors liegen zunächst die mit dem First Class-Bereich geteilten, überraschend geräumigen Waschräume, die während unseres Aufenthalts ausnahmslos sauber daherkamen. Leider erinnerte mich jedoch der Geruch der dort verfügbaren Kosmetika (Handseife und Creme) unangenehm an das Parfum, das auch bei SWISS Verwendung findet.

Blick in den Waschbereich des Herren-WC

Am Ende des Korridors liegt sodann der Duschbereich, den wir aber mangels Notwendigkeit nicht genutzt haben, somit kann ich leider auch keine Bilder hiervon zur Verfügung stellen.

Biegt man kurz vor dem Duschbereich nach rechts ab, öffnet sich der Korridor in den Business Class-Bereich der Lounge. Diese betritt man durch einen Speisebereich, dessen Sitzanordnung in einzelnen Abteilen vermutlich nicht von ungefähr an typische, einfache Restaurants in Hongkong erinnert.

Speisebereich der Cathay Pacific Lounge Heathrow

Diesem Speisebereich gegenüber liegt das Signature-Feature aller Cathay Pacific Lounges, nämlich die bediente Nudelbar. Hier werden Speisen frisch auf Bestellung zubereitet, mehr dazu aber im entsprechenden Abschnitt dieses Berichts.

Die „Noodle Bar“ in der Cathay Pacific Lounge

Hinter dem Speisebereich findet man sodann einen kleinen Buffet-Bereich, der mittig mit einer großen Tafel zum gemeinsamen Speisen ausgestattet ist. Da hier aber kontinuierlich jemand saß, habe ich von diesem Tisch kein Bild gemacht. Hinter dem Buffet öffnet sich der Raum sodann zum Haupt-Loungebereich, der neben einer großen bedienten Bar auch unterschiedliche Sitzmöbel bereithält.

Der Hauptraum der Cathay Pacific Business Class Lounge

Besonders beliebt waren wie üblich die Plätze direkt am Fenster, obwohl die Aussicht aus dieser Lounge recht eingeschränkt und nicht besonders attraktiv ist.

Ausblick aus der Cathay Pacific Lounge Heathrow

Beachten sollte man, dass in der Lounge, obwohl insbesondere in den Tischen am Fenster ausreichend Steckdosen vorhanden sind, nur USB-A und das britische Steckerformat nutzbar sind. Ggf. sollte man hier also einen Adapter mitbringen.

Steckdosen sind nur als USB-A und im britischen Format vorhanden

Negativ aufgefallen ist mir in dieser Lounge auch, dass ich nirgendwo Abfallkörbe entdecken konnte – es wurde zwar recht zügig abgeräumt, aber vor allem wenn man nur z.B. eine gebrauchte Serviette los werden möchte, wären Mülleimer dann doch nicht ganz so falsch.

Im hinteren Bereich des Lounge-Raums findet man dann auch noch die typischen, auf drei Seiten umschlossenen Arbeitsstationen, die in vielen Cathay-Lounges anzutreffen sind.

Private Arbeits-Sessel im hinteren Teil der Lounge

Sehr angenehm fand ich, dass es in der gesamten Lounge (obwohl diese gegen 9 Uhr dann doch recht voll wurde) insgesamt sehr ruhig war. Zwar hatte man uns an der Rezeption informiert, dass in der Lounge keinerlei Boarding-Ansagen gemacht wurden, unser Flug (der der primäre Abflug für die meisten Gäste in dieser Lounge gewesen sein dürfte) wurde dann aber doch einige Minuten vor dem auf der Bordkarte angegebenen Zeitpunkt in der Lounge zum Boarding aufgerufen. Verlassen sollte man sich darauf allerdings natürlich nicht.

Verpflegung

Die Cathay Pacific Lounge Heathrow weckt mit ihrer Nudelbar und der bedienten Bar im Haupt-Loungebereich hohe Erwartungen, was die Verpflegung angeht. Und tatsächlich kann man diese hier auch erfüllen, da es sich nicht wie in anderen Lounges um Gimmick-Features handelt (hallo, SWISS!), sondern insbesondere die Speisen tatsächlich frisch zubereitet werden. Dabei kann es durchaus auch zu Wartezeiten kommen, weshalb der Gast bei Bestellungen an der Nudelbar zunächst einen Pager erhält, um sich nicht die Beine in den Bauch stehen zu müssen (bei unserer Bestellung ging der Pager aber schon los, bevor Madame wieder an unsere Sitzplätze zurückgekehrt war).

Speisen

Speisen werden zunächst an einem Buffet zwischen Lounge- und Speisebereich zur Selbstbedienung angeboten. Hier wurde während unseres Aufenthalts Frühstück präsentiert, wobei die Auswahl in etwa dem entsprach, was man grundsätzlich zum Frühstück in einer Flughafenlounge erwarten kann.

Frisch zubereitete Speisen sind hingegen an der bedienten „Noodle Bar“ auf Bestellung erhältlich. Die Auswahl ist zwar nicht besonders umfangreich, ist qualitativ entsprechenden, auf einem Buffet präsentierten Gerichten aber natürlich weit überlegen.

Das Menü der Noodle Bar

Ein bisschen schade fand ich hier nur, dass es die Dim Sum nicht einzeln, sondern nur in der aufgeführten Kombination zu bestellen gibt. Qualitativ war das ganze aber durchaus nicht schlecht, blieb aber zumindest bei Madame ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

Wantan-Suppe und Dim Sum zum zweiten Frühstück

Getränke

An mehreren Stellen in der Lounge befinden sich Getränke-Stationen, die Wasser, Säfte und Soft Drinks (letztere in Dosen) zur Selbstbedienung vorhalten. An einigen von diesen war auch ein Carlsberg-gebrandeter Bierzapfhahn installiert, diese waren jedoch allesamt mit einem „Out of Order“-Schild gekennzeichnet.

Getränkestation in der Cathay Pacific Lounge

Sämtliche Getränke, einschließlich einer umfangreichen Auswahl alkoholischer Getränke, sind jedoch auch an der bedienten Bar erhältlich, an der man sehr freundlich und zügig auf die Wünsche der Gäste einging. Hier einmal die vollständige Getränkekarte:

Getränkekarte in der Cathay Pacific Lounge

Obwohl ich grundsätzlich eigentlich kein Fan bedienter Bars in Flughafenlounges bin, habe ich an dieser hier nicht wirklich etwas auszusetzen. Insbesondere, da dadurch eine größere Auswahl an Getränken ermöglicht wird, bewerte ich das ganze durchaus positiv.

Die bediente Bar in der Cathay Pacific Lounge Heathrow

Fazit

Es hat durchaus seinen Grund, weshalb Cathay Pacific einen ausgezeichneten Ruf genießt, was die Lounges (insbesondere auch an Außenstationen) betrifft. Mit einem durchdachten und optisch gefälligen Design, einer hochwertigen Verpflegungsauswahl jenseits des üblichen Einheitsbreis und insbesondere aufgrund der angenehm ruhigen Atmosphäre bildet diese Lounge keine Ausnahme und ist in jeder Hinsicht den Lounges, die wir von europäischen Airlines kennen, überlegen. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass dies die beste Nicht-First-Class-Lounge ist, die ich in den letzten Jahren besuchen durfte. Auch bei zukünftigen Abflügen vom Londoner Terminal 3 würde ich nicht zögern, hierhin wieder zurückzukommen, obwohl die benachbarte Qantas-Lounge wohl auch einen Besuch wert sein dürfte. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass British Airways oder gar American Airlines in der Lage sind, das Niveau, das in dieser Lounge geboten wird, zu überbieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert