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Regal Airport Hotel Hongkong (Tageszimmer)

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Aufgrund unserer frühen Ankunft in Hongkong und der Entscheidung, unsere innere Uhr auf europäischer Zeit zu belassen, hatte ich mich vor unserer Reise erkundigt, ob es irgendeine Möglichkeit in Hongkong gäbe, für die Zeit bis zum Check-In in unserem „eigentlichen“ Hotel am Nachmittag eine Schlafgelegenheit zu organisieren. Unmittelbar am Flughafenterminal liegt das Regal Airport Hotel Hongkong, das, wie es sich für ein ordentliches Flughafenhotel gehört, auch Zimmer zur Tagesnutzung anbietet. Der Tarif lag dabei an unserem Anreisetag bei 900 HKD (ca. 100 EUR) für ein Zimmer im Zeitraum von (offiziell) 9 bis 21 Uhr in akzeptablem Rahmen, so dass ich mich für eine Buchung entschieden habe. Was es mit diesem Hotel auf sich hat, erfahrt ihr in diesem Artikel, der aufgrund der Tatsache, dass wir das Hotel wirklich nur für ein paar Stunden zum Schlafen genutzt haben, recht kurz ausfällt.

Informationen zum Hotel
BesuchszeitpunktFebruar 2026
NameRegal Airport Hotel Hongkong
Anschrift9 Cheong Tat Road, Chek Lap Kok, Lantau, Hongkong SAR
ZimmertypPremier Room
Dauer des AufenthaltsTageszimmer (9 bis 21 Uhr)
Inkludierte Leistungenkeine

Lage und Umgebung

Lageplan des Regal Airport Hotel Hongkong (openstreetmap.org)

Das Regal Airport Hotel Hongkong liegt unmittelbar neben dem Terminalgebäude des Flughafens Chek Lap Kok und ist vom Ankunftsbereich fußläufig erreichbar, ohne das Gebäude zu verlassen. In der Ankunftshalle, in der das Hotel bereits beschildert ist, wendet man sich zunächst nach links und läuft bis zum nördlichen Terminal-Ende.

Im Terminal wendet man sich nach Norden

Kurz vor dem Gebäudeende findet man auf der Straßenseite den Eingang in einen überdachten Korridor, der die ca. 100 Meter bis zum Eingang des Hotels führt. Keinesfalls sollte man das Flughafengebäude auf die Straße hin verlassen, da der Weg dort deutlich schwieriger und nicht fußgängerfreundlich gestaltet ist (eine Tatsache, über die sich viele Rezensenten des Hotels beschweren, dabei hat man nur ganz offenbar den falschen Weg gewählt)

Ein rundum geschlossener Korridor führt zum Hotel

Am Ende dieses Korridors findet man den Hoteleingang, der direkt in eine überaus geräumige und für meine Begriffe nicht gerade geschmackvoll gestaltete Lobby führt.

Der Eingang zum Hotel

In der direkten Umgebung des Hotels findet man außer den eher spärlich gesäten Angeboten des Flughafens keinerlei Einkaufs- oder Verpflegungsmöglichkeiten. Die Station des Airport Express, mit dem sowohl nach Hongkong als auch zum Veranstaltungsgelände „Asia World Expo“ gefahren werden kann, liegt direkt vor dem Flughafengebäude und ist natürlich fußläufig erreichbar. An sonsten beträgt die Fahrzeit in die Stadt eine knappe halbe Stunde und ist mit 130 HKD (ca. 15 EUR) auch nicht wirklich günstig. Das Hotel bietet eigenen Angaben zufolge auch einen regelmäßigen, kostenfreien Shuttlebus nach Tung Chung, wo neben einem größeren Einkaufszentrum mit Outlet Shopping auch eine günstigere MTR nach Hongkong abfährt, die Gesamtfahrzeit dürfte hier aber bei über einer Stunde liegen.

Öffentliche Bereiche

Grundsätzlich gibt es für meine Begriffe schon allein aufgrund der Lage des Hotels eigentlich mit Ausnahme einer einzelnen Übernachtung vor/nach einem Flug oder eben der Nutzung als Tageszimmer kaum einen sinnvollen Grund, dieses Hotel für einen längeren Aufenthalt zu wählen. In Frage käme ggf. noch die Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit für Teilnehmer einer Veranstaltung der Asia World Expo, wenn die unmittelbar dort gelegenen Hotels ausgebucht sind.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang die schiere Größe des Hotels, das über knapp 1200 Zimmer in einer großen Anzahl unterschiedlicher Kategorien und sogar über eine Executive Lounge verfügt. Ich frage mich, wie stark man hier überhaupt frequentiert wird. Die mehrgeschossige Lobby trägt der Größe des Hotels jedenfalls Rechnung, auch wenn sie gestalterisch aufgrund der vielen kitschigen Dekoelemente so überhaupt nicht mein Fall ist.

Blick in die Lobby des Regal Aiport Hotel Hongkong

Der Check In verlief nicht wirklich freundlich, dafür aber hinreichend schnell, und glücklicherweise ließ man uns bereits kurz vor 8 Uhr das Zimmer beziehen, das laut Buchung eigentlich erst ab 9 Uhr für uns hätte bereitstehen müssen. Da man hier entsprechende Aufenthalte aber gewohnt ist, gehe ich davon aus, dass eine etwas frühere Ankunft durchaus grundsätzlich kein Problem sein sollte.

Den genauen Zimmertyp kann man bei Buchung eines Tageszimmers nicht wählen, ich vermute, dass dieser je nach Verfügbarkeit beim Check In zugewürfelt wird. Wir erhielten ein Zimmer auf der obersten Etage des Hotels, beim Vergleich mit den Bildern der Zimmer auf der Hotel-Webseite würde ich behaupten, dass es sich hierbei (ohne dafür aber Gewähr zu übernehmen) um ein Zimmer des Typs „Premier Room“ gehandelt haben müsste.

Wie auch die Lobby ist das gesamte Hotel nicht mehr so richtig taufrisch und stellenweise stilistisch ein wenig fragwürdig, jedoch ist man überraschenderweise wirklich durchgängig nach 4-Sterne-Standard ausgestattet. Leider war im gesamten Hotel ein typischer leichter Muffgeruch wahrnehmbar.

Blick in einen Zimmerkorridor

Da die 12. Etage nicht direkt mit den Aufzügen in der Lobby erreichbar ist, muss zunächst in die 11. Etage gefahren und von dort aus über eine Rolltreppe in die 12. Etage gewechselt werden. Unterhalb der Rolltreppe existiert wie schon erwähnt eine Executive Lounge, deren Sinn sich mir in einem Etablissement dieser Art aber nicht wirklich erschließt.

Rolltreppen von der 11. in die 12. Etage

Das Zimmer

Da wir das Zimmer wirklich nur genutzt haben, um direkt nach unserer Ankunft in die Schlafanzüge zu wechseln, einige Stunden zu schlafen, uns dann wieder anzuziehen und direkt wieder zu gehen, kann ich über die Ausstattungsmerkmale des Zimmers und deren Funktionalität nur wenig aussagen. Insbesondere gibt es deshalb dieses mal auch keine Video-Roomtour.

Das sehr geräumige Zimmer, das aufgrund der Lage in der oberen Etage auch eine extrem hohe Decke (ich würde doppelte Geschosshöhe schätzen) aufwies, ist hotelzimmertypisch gestaltet. Hinter dem Eingang liegt kein kurzer Korridor, von dem das Bad abzweigt, gefolgt wird das ganze vom Bett, einem Schreibtisch und am Ende des Raumes von einem kleinen Sofa mit Couchtisch.

Stilistisch sind in diesem Zimmer auch einige Elemente recht fragwürdig, so störte mich insbesondere die exzessive Ausstattung mit großen Spiegeln (das hatte ich ja bereits am Andaz München Schwabinger Tor kritisiert). Regelrecht gefährlich war jedoch der fast vollständig aus Glas bestehende Couchtisch, der bei schwacher Beleuchtung kaum zu erkennen ist und zum darüberstürzen geradezu einlädt.

Ausgestattet ist das Zimmer jedoch mit allem, was man von einem Hotel in der 4-Sterne-Superior-Kategorie erwarten kann, darunter Hausschlappen, Bademäntel und Zubereitungsmöglichkeiten für Kaffee und Tee.

Trinkwasser ist im Übrigen in Spendern auf den Korridoren verfügbar, zu deren Nutzung wird auf dem Zimmer auch eine entsprechende Glasflasche bereitgestellt.

Problematisch war an diesem Zimmer wieder einmal die Beleuchtungssteuerung, die praktisch ausschließlich (ich habe erst danach suchen müssen) über eine ziemlich antiquiert wirkende Konsole auf einer Seite des Bettes möglich ist.

Beleuchtungssteuerung und Telefonapparat

Anzumerken wäre noch, dass das Zimmer trotz offenbar niedriger Auslastung des Hotels sehr hellhörig war, auch die Lüftung war ständig deutlich hörbar. Da das Hotel recht nahe an der Schwelle der inzwischen wieder in Betrieb befindlichen Bahn 25C liegt, ist auch mit regelmäßigem Fluglärm zu rechnen. Einen wirklichen Ausblick hat man aber auch aus den Zimmern der obersten Etage nicht.

Ausblick aus der oberen Etage

Kommen wir zu guter Letzt noch zum Badezimmer. Hier findet man mit Waschtisch, WC und Badewanne eine übliche Ausstattung entsprechender Hotels, viel zu sagen gibt es über das Bad tatsächlich nicht.

Fazit

Ich muss sagen, dass ich aus dem Sinn dieses Hotels nicht ganz schlau geworden bin. Warum man fast 1200 Zimmer in einer unüberschaubaren Anzahl von Zimmerkategorien und sogar eine Executive Lounge bereithält, wenn als Zielgruppe fast nur Kurzaufenthalte vor oder nach einer Flugreise in Frage kommen, erschließt sich mir absolut nicht. Die geschmacklich nicht ganz sichere Gestaltung und der insgesamt etwas in die Jahre gekommene Zustand findet man auch in vielen anderen Hotels. Somit würde ich diese Unterkunft als durchschnittlich bewerten (hingegen war der Preis absolut fair), ein erneuter Aufenthalt käme für mich aber weiterhin nur in einer vergleichbaren Situation vor einem sehr frühen Abflug oder als Tageshotel nach einer frühen Ankunft in Frage.

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