- Wochenendausflug nach Hongkong
- British Airways Business Class Düsseldorf – London (LHR) Airbus A320neo
- Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)
- Cathay Pacific Business Class London (LHR) – Hongkong, Boeing 777-300ER
- Regal Hongkong Airport Hotel (Tageszimmer)
- Cathay Pacific The Bridge, Hongkong
- Cathay Pacific Business Class Hongkong – München, Airbus A350-900
Eigentlich gibt es über inner“europäische“ Flüge in der Business Class nicht viel zu berichten – da ich aber schon länger keine Rezension über die British Airways Business Class auf der Kurzstrecke geschrieben habe, dachte ich mir, dass es mal wieder an der Zeit sei und mir unser erstes Segment auf dem Weg nach Hongkong genauer angeschaut. Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.
| Informationen zum Flug | |
| Zeitpunkt | Februar 2026 |
| Fluggesellschaft | British Airways (BA/BAW) |
| Von | Flughafen Düsseldorf International (DUS/EDDL) |
| Nach | London Heathrow Airport (LHR/EGLL) |
| Flugnummer | BA941/BAW1DL |
| Abflugzeit | 07:05 Uhr |
| Ankunftszeit | 07:45 Uhr |
| Dauer | 1:40 Stunden |
| Flugzeug | Airbus A320neo (A32N) G-TTNS |
| Reiseklasse | Business (P) |
| Sitzplatz | 1A |
Vor dem Flug
Am Flughafen Düsseldorf wurden die meisten klassischen Check-In-Schalter in den letzten Monaten zu Selbstbedienungs-Gepäckaufgabeautomaten umgebaut. Die Schalter, an denen British Airways eincheckt (Schalter 190+) waren davon aber an unserem Flugdatum noch nicht betroffen. Eingecheckt hatten wir, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Sitzplatzreservierungen bei BA auch in der Business Class kostenpflichtig sind (das gilt sogar bei einem Anschluss in der First Class, was ich irgendwie etwas schäbig finde) und wir deshalb darauf verzichtet hatten, bereits am Vortag online, wo uns die Plätze 1A und 1C zugelost worden waren. Dementsprechend mussten wir nur unsere zwei Gepäckstücke aufgeben und unsere Bordkarten drucken lassen, was ohne Wartezeiten innerhalb weniger Sekunden erledigt war.

Da British Airways in Düsseldorf vom Abflugbereich C abfliegt, sind wir auch dort durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Dies mag ein Fehler gewesen sein, denn trotz Vorhandensein einer Priority-Kontrolle (deren Zugang extra für uns durch das Personal geöffnet wurde) dauert der Kontrollvorgang hier erfahrungsgemäß immer länger als an den anderen Checkpoints in Düsseldorf. Einer der Gründe hierfür könnte sein, dass es hier noch keine CT-Scanner gibt, zusätzlich wurde mein Gepäck wieder einmal (das passiert mir in Düsseldorf durchschnittlich bei jedem zweiten Abflug) für einen Sprengstofftest herangezogen. Es könnte deshalb eine gute Idee sein, alternativ durch die Sicherheitskontrolle im Concourse B zu gehen und dann den Verbindungsgang zum Abflugbereich C zu nehmen.
Die ca. 45 Minuten, die bis zu unserem Boarding verblieben, haben wir in der Open Sky Lounge verbracht, die zu morgendlicher Stunde gegen 6 Uhr recht gut gefüllt war.
Als das Boarding schließlich pünktlich begann, ist mir zunächst positiv aufgefallen, dass keine Ansagen gemacht wurden, man möge überzähliges Handgepäck am Gate einchecken um im Gegenzug Priority Boarding zu erhalten. Möglicherweise ist man seitens BA nun endlich von dieser überaus fragwürdigen Praktik, die ich schon in einem früheren Bericht scharf kritisiert habe, abgerückt.
An Bord
Einmal eingestiegen, erwartete uns das typische europäische Kurzstrecken-Produkt, das auch British Airways auf ihren Schmalrumpf-Flugzeugen anbietet; will meinen, Dreierreihen, in denen im mit einem Vorhang abgetrennten Business Class-Bereich der mittlere Sitzplatz nicht vergeben wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Carriern wird hier aber der Mittelplatz noch mit einem Tisch überbaut, der aber auch nur bedingt sinnvoll nutzbar ist.

Ansonsten bewegt sich die Beinfreiheit insbesondere in der ersten Reihe auf üblichem Niveau, während der Sitzplatz 1C unter dem auf der A320-Familie üblichen Nachteil leidet, dass man beim Einsteigen mehr oder weniger mitten im Gang sitzt und häufig angerempelt wird.

Darüber hinaus lässt sich über die Kabine nicht viel sagen, mit Ausnahme vielleicht der Tatsache, dass British Airways keine Monitore installiert hat (dementsprechend findet auch die Sicherheitseinweisung manuell statt) und dass sich unter den Sitzen USB-Ladeports befinden.

Weitere Extras gab es auf diesem Flug nicht; kurz vor der Landung wurden jedoch Wasserflaschen verteilt, wobei ich den Verdacht hatte, dass diese eigentlich für die Verteilung vor dem Start vorgesehen waren, man das aber versäumt hatte.
Verpflegung
Da unser Flug am frühen Morgen gegen 7 Uhr abflog, wurde selbstverständlich ein Frühstück serviert. Sehr überrascht war ich, dass hier sogar zwei warme Optionen zur Wahl angeboten wurden: zum einen ein Full English Breakfast, zum anderen ein Cheese Omelette. Wir haben uns beide für das Full English entschieden, das mit einem Müsli-Riegel und einem kleinen Fruchtsalat ergänzt wurde.

Während des Service wurde auch mehrfach Getränkenachschlag angeboten, wobei ich an Umfang der Mahlzeit (diese war überraschend gehaltvoll) und an ihrer Qualität überhaupt nichts auszusetzen hatte.
Ankunft
Nach unserer ca. 30 Minuten verfrühten Landung (BA blockt für diesen Flug 1:40h, obwohl die reine Flugzeit selbst bei ungünstigen Bedingungen mit Start und Landung jeweils Richtung Westen kaum mehr als eine Stunde beträgt) erhielten wir ungünstigerweise eine Außenposition jenseits des Abflugbereichs T5C und mussten einige Minuten auf die Ankunft der Passagierbusse warten. Insgesamt dauerte das ganze Prozedere ab Aussteigebeginn bis zu unserer Ankunft im Haupt-Terminal 5 (zum Glück setzte uns der Bus dort ab und nicht am nahegelegenen T5C, von wo aus eine Fahrt mit der Kabinenbahn erforderlich geworden wäre) etwa 15 Minuten, wo wir etwa zu unserer geplanten Ankunftszeit eintrafen und unseren Weg zum Anschlussflug im Terminal 3 antreten konnten.
Fazit
Europäische Kurzstreckenflüge schenken sich grundsätzlich nichts; hier macht auch British Airways keinen wirklichen Unterschied. Positiv hervorheben muss ich jedoch Qualität und Umfang des Frühstücks. Hier darf sich die Lufthansa Group (der ja wohl bald mehr oder weniger alle anderen europäischen Airlines gehören werden) gerne etwas abschauen.