- Wochenendausflug nach Hongkong
- British Airways Business Class Düsseldorf – London (LHR) Airbus A320neo
- Cathay Pacific Business Class Lounge, London (LHR)
- Cathay Pacific Business Class London (LHR) – Hongkong, Boeing 777-300ER
- Regal Airport Hotel Hongkong (Tageszimmer)
- Cathay Pacific The Bridge, Hongkong
- Cathay Pacific Business Class Hongkong – München, Airbus A350-900
Mein allererster Flug in der Business Class fand vor inzwischen fast 30 Jahren mit Cathay Pacific statt, damals ging es von Frankfurt nach Hongkong. Von diesem Flug stammt auch das Amenity Kit, das bei mir noch im Schrank liegt und das ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben habe. Dementsprechend wurde es wirklich einmal wieder Zeit, bei einer dem Ruf nach besten Airlines weltweit zu buchen, und auf unserem recht kurzfristig organisierten Trip nach Hongkong ergab sich endlich die Gelegenheit. Natürlich hat sich in knapp 30 Jahren vieles getan, so ist die damalige Boeing 747-400 längst ausgeflottet und seit vielen Jahren findet man auf weltweiten Langstreckenflügen auch bei Cathay Pacific vollkommen flachlegbare Sitze. Was wir auf diesem Flug erlebt haben und welche Unterschiede zum damaligen Flug bestehen, erfahrt ihr in diesem Bericht.
| Informationen zum Flug | |
| Zeitpunkt | Februar 2026 |
| Fluggesellschaft | Cathay Pacific (CX/CPA) |
| Von | London Heathrow Airport (LHR/EGLL) |
| Nach | Hongkong Chek Lap Kok Airport (HKG/VHHH) |
| Flugnummer | CX252/CPA252 |
| Abflugzeit | 11:00 Uhr |
| Ankunftszeit | 07:40 Uhr +1 |
| Dauer | 12:40 Stunden |
| Flugzeug | Boeing 777-300ER (B77W) B-KPW |
| Reiseklasse | Business (P) |
| Sitzplatz | 17K |
Vor dem Flug
Ein wenig erstaunt war ich, dass auf unseren Bordkarten eine Boarding Time nur 30 Minuten vor dem geplanten Abflug angegeben worden war. Tatsächlich begann das Boarding, das ausnahmsweise auch in der Cathay Pacific Lounge, in der wir die Zeit zwischen unserer Ankunft aus Düsseldorf, dem darauffolgenden Terminal-Wechsel und unserem Abflug verbracht hatte, etwa 15 Minuten vor der angegebenen Einsteigezeit aufgerufen wurde. Tatsächlich begann das Boarding auch schon ca. 10 Minuten früher als angegeben, genau zu der Zeit, zu der wir am Gate eintrafen. First und Business Class boardeten dabei durch die vordere Tür, gleichzeitig wurde auch schon mit dem Einsteigen der Economy-Klassen durch die zweite Tür begonnen. Da sich unsere Plätze in der hinteren Business Class-Kabine, also hinter der zweiten Tür, befanden, kam es an dieser Stelle zu ein wenig Gedränge, da an der zweiten Tür dann alle Gäste zusammentrafen.
An Bord
Während einige Boeing 777-300ER bei Cathay Pacific (jedoch nur solche, die nicht mit einer First Class ausgestattet sind) bereits auf das neueste Business Class-Produkt mit dem Namen „Aria Suite“ umgerüstet sind, fanden wir in unserem Flugzeug noch die ältere, durch den französischen Hersteller Safran mit Sitzen des Typs Cirrus II ausgestattete Business Class-Kabine, die in einer 1-2-1-Anordnung mit schräg zum Fenster bzw. zur Kabinenmitte ausgerichteten Sitzen („Reverse Herringbone“) jedem Passagier einen direkten Zugang zum Gang ermöglicht.

Dieses auf den ersten Blick etwas beengt wirkende Layout hat mehrere entscheidende Vorteile gegenüber anderen Sitzanordnungen, auf die ich im Abschnitt „Der Sitz“ noch näher eingehen werde.
Am Platz angekommen fanden wir hier im Fußraum des Sitzes bereits das Bettzeug und Hausschlappen vor, in einem kleinen Staufach am Sitz wartete bereits ein Amenity Kit auf uns, das mit den heutzutage üblichen Kleinigkeiten wie Mundspülung, einem Zahnputzset und zweierlei Cremes ausgestattet war.

Während des Einsteigevorgangs wurden durch die Flugbegleiter verschiedene Begrüßungsgetränke von einem Tablett angeboten, wir haben uns beide für ein Glas Champagner entschieden, der jedoch (wie die anderen Getränke) in einem Wasserglas serviert wurde.

Noch am Boden wurde die erste Runde heißer Tücher verteilt, während zunächst eine Begrüßungsrunde für Statuskunden stattfand, bevor die Bestellungen für das Mittagessen entgegengenommen wurden. Auch hier erhielten Statuskunden Priorität.
Als das Boarding fast komplett abgeschlossen war, wurden noch diverse Gepäckstücke aus der Economy Class in den Overhead Bins der Business Class verstaut (hier ist mehr als genug Platz, jeder Sitz erhält praktisch seine eigene Overhead Bin, was aufgrund der Tatsache, dass Cathay Pacific auch in der Business Class nur ein Handgepäckstück zulässt (die beste Idee, die eine Airline überhaupt haben kann – daran sollten sich praktisch alle anderen auch mal ein Beispiel nehmen), deutlich überdimensioniert ist. Mitgedacht hatte man in dieser Situation auch organisatorisch, denn die betroffenen Economy-Gäste erhielten von den Flugbegleitern umgehend einen kleinen Zettel, auf dem die Reihennummer des verstauten Gepäcks notiert war, um das Gepäck beim Aussteigen schneller wiederfinden zu können. Bezüglich des Handgepäcks ist Cathay damit allen anderen Fluggesellschaften, die ich zuletzt erlebt habe, weit voraus.
Die Waschräume, von denen Cathay auf diesem Flugzeugtyp insgesamt 4 zwischen den beiden Business Class-Kabinen für insgesamt 53 Passagiere bietet, bieten dabei mit Creme, Handseife und einem Gesichtsspray das übliche Zubehör, ohne dabei aber besonders großzügig zu sein.

Positiv anmerken muss ich, dass es an den Waschräumen zu keinem Zeitpunkt zu Wartezeiten kam – hier spürt man deutlich, dass sich nur 13 Fluggäste einen Waschraum teilen, während es bei Turkish Airlines und der Lufthansa, wo wir regelmäßig auf ein freies WC warten mussten, knapp über 16 sind.
Der Sitz
Schauen wir uns nun einmal den Sitz genauer an. Wir hatten zwei Fensterplätze hintereinander in der zweiten und dritten Reihe der hinteren Business Class-Kabine gebucht (auf dem Rückflug hatten wir bewusst zwei Plätze im mittleren Block gewählt, um beide Platzoptionen beurteilen zu können).

Grundsätzlich sind die Fenster- und Mittelplätze identisch ausgestattet. Der Fluggast sitzt mit dem Oberkörper nahe des Gangs (ist zu diesem hin jedoch durch einen Sichtschutz im Kopfbereich abgeschirmt) und streckt die Beine in Richtung der Flugzeugaußenwand (bei Fensterplätzen) bzw. in Richtung der Kabinenmitte (bei den Mittelplätzen).

Auf Höhe des Oberkörpers befindet sich dabei auf der gangabgewandten Seite eine Trennwand, die den Sitz gegenüber dem dahinterliegenden Platz abschirmt und an der die Sitzkontrollen, der Entertainment-Controller und eine in zwei Stufen dimmbare Leselampe angebracht sind.

In einem kleinen verschließbaren Staufach am vorderen Ende dieser Konsole finden die Kopfhörer, eine Wasserflasche, das Amenity Kit und andere persönliche Gegenstände Platz. Die vorhandene Universalsteckdose befindet sich dabei an einem etwas ungünstigen Platz, da man ein eingestecktes Ladegerät leicht beim normalen Sitzen mit dem Arm berührt und mitunter aus der Steckdose schlägt. Ebenfalls kurios der (heute vermutlich mangels entsprechender Anschlüsse gar nicht mehr nutzbare) Audio- und Videoanschluss, der mit einer Cinch-Composite-Anordnung für Bild- und einem Mini-DIN-Anschluss für Audiodaten daherkommt.

Wer sich übrigens wundert, warum der in der Tür des Staufaches befindliche Spiegel mit einer Klappe abgedeckt werden kann, dem sei gesagt, dass die Tür auf den Mittelplätzen auch als zusätzlicher Sichtschutz zum Sitznachbarn hin dient, wovon in der Kabine auch reichlich gebrauch gemacht wurde (wobei die Privatsphäre auf diesen Plätzen auch ohne offene Tür ausgezeichnet ist).
Vor dieser Konsole befindet sich eine recht großzügige Ablagefläche, unter sich der ausklappbare Esstisch befindet. Unterhalb dieser Ablagefläche findet man ein sehr großzügig dimensioniertes offenes Staufach, das bei Nutzung des Sitzes im Bettmodus auch als zusätzlicher Raum im Kniebereich dient (dazu aber mehr im nächsten Abschnitt).

Die Ablagefläche oberhalb des Staufaches ist jedoch recht rutschig, insbesondere hätte ich mir eine Aussparung etc. zum Abstellen von Getränken gewünscht. Je nach Luftbewegung besteht hier durchaus das Risiko, dass Gegenstände auf der Fläche hin- und herrutschen oder gar herunterfallen.
An der Seitenwand des Vordersitzes befindet sich ein (nicht besonders responsiver) berührungsempfindlicher Unterhaltungsbildschirm, der aus der Wand ausgeklappt werden und auch während Start und Landung genutzt werden darf. Auf diesem lassen sich auch verschiedene Außenkamera-Perspektiven darstellen

Der Handcontroller des Unterhaltungsprogramms ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, zeigt aber immerhin die verbleibende Flugzeit an, so dass man auf ein Einschalten des Hauptmonitors in der Nacht verzichten kann.
Gangseitig findet man eine versenkbare Armlehne (diese muss während des Starts versenkt werden), die jedoch parallel zur Flugzeugaußenwand ausgerichtet ist, während der Fluggast schräg versetzt sitzt, so dass sie im vorderen Bereich ein wenig weit vom Sitz entfernt ist. Der Sitzgurt ist dabei im Übrigen mit einem Airbag ausgestattet, so dass auf einen Dreipunkt-Schultergurt, wie er bei dieser Art von Sitzanordnung häufig anzutreffen ist, verzichtet werden kann.
Sehr geschickt ist die Möglichkeit zum Versenken der Armlehne auch bei ausgeklapptem Esstisch; da dieser aus der Seitenkonsole ausgeschwenkt wird und nicht nach vorne und hinten verschiebbar ist, wäre es grundstätzlich schwierig, den Platz bei geöffnetem Tisch zu verlassen.

Versenkt man in dieser Situation aber die Armlehne, kann man ganz einfach seitlich unter dem Tisch herausrutschen und problemlos in den Gang treten.
Die Sitzanordnung, die wir hier vorgefunden haben, verbindet eigentlich die Vorteile, die anderen Anordnungen bieten, miteinander – ähnlich wie bei der Lufthansa und Turkish Airlines ist man vor allem an den Beinen nicht nennenswert eingeschränkt (kann aber jederzeit in den Gang treten), während der Umfang an Staumöglichkeiten eher an eine Staggered-Anordnung wie im Emirates A380 erinnert (ohne dabei an den Beinen einzuschränken). Gleichzeitig ist der Sitz aber weder zu schmal noch verbraucht man zu viel Platz (obwohl die Sitzdichte geringfügig geringer ist als auf den erwähnten Wettbewerbsprodukten). Gleichzeitig bietet diese Anordnung eine ausgezeichnete Privatsphäre, denn von anderen Fluggästen ist im Sitzen praktisch nichts zu sehen, ohne dass sich die Situation dabei übermäßig beengt anfühlen würde.

Natürlich hat auch diese Reverse Herringbone-Anordnung gewisse Nachteile – besonders zu nennen wäre hier die fensterseitige Konsole, die sich recht nah am Oberkörper befindet und einen Blick aus dem Fenster im angeschnallten Zustand fast nicht erlaubt. Dennoch würde ich urteilen, dass ich diese Anordnung jederzeit vor allem der Staggered-Anordnung bei SWISS vorziehen würde. Mir kam unterwegs in den Sinn, dass man auf diesen Plätzen gar nicht unbedingt viel weniger Platz hat als in der First Class der British Airways, die eine ähnliche Sitzanordnung bietet.
Das Bett
Zwar haben wir auf diesem Flug aufgrund des kurzen Aufenthalts in Hongkong und der daraus resultierenden Entscheidung, unsere innere Uhr auf europäischer Zeit zu belassen, nicht geschlafen, haben uns den Sitz dann aber doch zeitweise in ein flaches Bett ausgeklappt.
Um den Sitz zum Schlafen fertig zu machen, steht an jedem Platz eine Tasche mit einem großzügig dimensionierten Kissen, einer für Business Class-Verhältnisse hochwertigen Bettdecke und einer Matratzenauflage zur Verfügung.

Sofort aufgefallen ist mir, dass insbesondere im Fußbereich praktisch keine Einschränkung nach oben gegeben ist. Im Gegensatz zu typischen „Staggered“-Anordnungen, wie sie z.B. bei SWISS anzutreffen sind, liegt man mit den Beinen nicht unter, sondern neben dem Vordersitz. Lediglich die Füße sind nach oben hin geringfügig eingeschränkt, was aber praktisch nicht zu spüren ist. Insbesondere dadurch, dass man bei Liegerichtung zur Mittelkonsole hin die Knie anziehen und in den Freiraum, den das offene Staufach neben dem Sitz bietet, hineinstrecken kann, hat man hier außergewöhnlich viel Platz.
Lediglich in der ersten Reihe der Kabine kommt es hier zu mehr Einschränkungen, da die Beine bereits zu einem großen Teil in einer Aussparung der vorderen Kabinenwand liegen, so dass ich mir vorstellen könnte, dass es hier trotz prinzipiell mehr Fußraum etwas enger werden kann.

Wer hier empfindlich ist, sollte sich möglicherweise überlegen, ob dieser Platz die beste Wahl darstellt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich die Liegemöglichkeit in der Cathay Pacific Business Class als die großzügigste empfunden habe, die wir in den unterschiedlichen Business Class-Produkten in den vergangenen Jahren erlebt haben.
Der Service
Werfen wir nun auch noch einen kurzen Blick auf den Service, der auf diesem Flug geboten wurde. Passagiere der Business Class erhalten kostenfreies WiFi, das von T-Mobile betrieben wird. Im Gegensatz zu einigen anderen Fluggesellschaften ist hierbei kein Voucher oder ähnliches erforderlich, sondern man loggt sich praktisch wie im Hotel mit der Sitzplatznummer und dem Nachnamen ein.
Seitens des Personals wurde ein engagierter, mitunter jedoch (vor allem während der Mahlzeiten) recht hektischer Service geboten. Ich hatte den Eindruck, dass es vielen der Kollegen ein wenig an Erfahrung mangelte, denn die gesamte Besatzung wirkte verhältnismäßig jung. Dabei kam es beispielsweise auch vor, dass man während des Essens-Service im olympischen Geher-Tempo durch die Gänge lief, was der ganzen Angelegenheit einen etwas chaotischen Anstrich verlieh.
Sehr fürsorglich kümmerte man sich dann jedoch um einen Patienten, für den in Mitten des Flugs etwa auf Höhe der aserbaidschanischen Küste zum Kaspischen Meer hin eine medizinische Betreuung erforderlich wurde. Nach einer Erstbehandlung platzierte man diesen in die Business Class-Kabine um und kümmerte sich fortan bis zum Ende des Flugs regelmäßig.
Auch sonst patrouillierte man regelmäßig während des gesamten Fluges in der Kabine, war dabei für meinen Geschmack beim Abräumen mitunter ein wenig zu eifrig, indem man noch nicht komplett ausgetrunkene Gläser kommentar- und nachfragelos abräumte.
Nach dem Mittagessen machte man sich dann tatsächlich sogar etwas mehr Mühe als es unbedingt notwendig gewesen wäre – für die Bestellung des Frühstücks erhielt jeder Platz bereits beim Einsteigen eine Bestellkarte im Hotel-Stil, die ausgefüllt werden und an den Kleiderhaken des Sitzes gehängt werden sollte. Dennoch kam man bei jedem Fluggast persönlich vorbei um die Bestellung aufzunehmen, so dass die Frühstückskarte gar nicht notwendig gewesen wäre (ich habe aber den Verdacht, dass man sich einfach zig Nachfragen à la „hätten Sie vielleicht einen Stift für mich?“ ersparen wollte).
Verpflegung
Auf diesem Flug, der kurz vor Mittag starten und am frühen Morgen landen sollte, wurde zunächst ein vollständiges Mittagessen nach dem Start und schließlich ein Frühstück vor der Landung serviert. Zwischendrin bestand die Möglichkeit, sich entweder in der Galley mit kleinen Snacks selbst zu versorgen (die Auswahl war mit zweierlei Sorten Chips, ein paar Keksen und etwas Obst aber nicht sonderlich umfangreich) oder ein warmes Gericht von der Karte zu bestellen. Als für unsere innere Uhr etwa nach zwei Dritteln des Flugs die übliche Abendessenszeit gekommen war, entschieden wir uns deshalb für die Bestellung eines warmen Snacks beim Personal.
Die Speisekarte










Mittagessen
Kurz nach dem Start wurde zunächst ein Amuse Bouche zusammen mit der Apéritif-Getränkerunde serviert. Ich hatte mich getränketechnisch für den Signature Cocktail „Cloud Nine“ entschieden, der überraschend stark (für die Uhrzeit des Tages eigentlich zu stark) daherkam, aber geschmacklich in jedem Falle empfehlenswert ist.

Sodann wurde zunächst die Vorspeise serviert, bei der wir uns beide für die Prawns entschieden haben. Leider war diese Vorspeise nicht ausreichend gewürzt und auch mit zu wenig Sauce serviert, so dass sie den schwächsten Teil des Menüs ausgemacht hat. Dazu kam, dass die ganze Speise viel zu stark gekühlt war, so dass sie kaum Geschmack hatte.

Der anschließend servierte Hauptgang, der geschmorte Schweinebauch, war hingegen überaus ausgezeichnet und stand von Qualität, Garpunkt und Geschmack einer am Boden in einem hochwertigen chinesischen Restaurant servierten Version in nichts nach. Dies könnte eines der besten Gerichte gewesen sein, die mir jemals in einem Flugzeug serviert wurden.

Leider hatte der Service zu diesem Zeitpunkt bereits etwas nachgelassen, wie man u.a. am leeren Glas sieht – während Vor- und Hauptspeise wurde keinerlei proaktiver Getränkenachschlag angeboten, dieser wurde dann aber bei der Dessert-Runde, die von einem Trolley nach Wunsch des Gastes zusammengestellt wurde, mehr als großzügig nachgeholt.

Ich finde es immer ganz angenehm, wenn man sich beispielsweise bei Vorspeise und Dessert zunächst die zur Wahl stehenden Optionen anschauen kann, bevor man sich entscheidet. Leider findet man dies inzwischen (selbst in der First Class) bei immer weniger Fluggesellschaften. Angesichts der Alternativen hatte ich mich auf diesem Flug für einen Käseteller entschieden.

Die ganze Mahlzeit war durchaus recht ordentlich, lediglich die Vorspeise ließ ein wenig zu wünschen übrig. Angesichts der Tatsache, dass die Beladung in London produziert worden war, konnte sich das alles dann aber doch sehen lassen. Lediglich der Service ließ während der Mahlzeiten ein wenig zu wünschen übrig, was aber vermutlich der unerfahrenen Crew geschuldet war. Abgeschlossen wurde der Mittagessens-Service dann übrigens noch durch das Angebot von viererlei Pralinen direkt aus einer Schachtel.
Snack
Zum Ersatz-Abendessen nach etwa 7 Stunden Flugzeit hatte ich mich entschieden, zum ersten mal überhaupt einen Burger im Flugzeug zu bestellen. Bei der Bestellung wurde ich informiert, dass es durchaus 20 bis 30 Minuten dauern könnte, die Mahlzeit aufzuwärmen, was aber vollkommen in Ordnung war.

Der Burger selbst war tatsächlich recht ordentlich, insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine aufgewärmte Speise handelt. Sehr skeptisch war ich anfangs bezüglich der Pommes Frites, diese waren dann aber doch auch ganz in Ordnung (natürlich überhaupt nicht mit Fritten am Boden zu vergleichen, aber immerhin keine Vollkatastrophe). Den Burger als (durchaus recht umfangreiche) Zwischenmahlzeit kann ich also durchaus empfehlen.
Frühstück
Mit exakt 2:12 Stunden Restflugzeit auf der Uhr wurden am Morgen die Lichter wieder eingeschaltet. Bei Cathay scheint dies grundsätzlich etwa zweieinviertel Stunden vor der Landung zu erfolgen, denn ziemlich pünktlich zum gleichen Zeitpunkt war dies auch auf unserem Rückflug der Fall. Ich bin durchaus der Ansicht, dass man dies auch eine Dreiviertelstunde später machen könnte, denn der Fühstücksservice ging dann überaus zügig und war in unter einer Stunde in der gesamten Kabine erledigt.

Beim Frühstück hatten wir uns wieder einmal unabhängig voneinander für das gleiche Gericht, nämlich das Congee mit Huhn und Pilzen entschieden, das als „Beilage“ mit einer Portion gebratener Nudeln gereicht wurde. Während das Congee ausgezeichnet war (das ist ohnehin mein Geheimtipp nach einem langen Flug, sofern es denn angeboten wird – der heiße Reisbrei befeuchtet die gesamten Atemwege beim Essen, so dass man sich hinterher deutlich fitter fühlt), kamen die gebratenen Nudeln ziemlich trocken und unspektakulär daher.
Ankunft
Nach unserer überpünktlichen Landung in Hongkong verzögerte sich das Aussteigen zunächst, da zu allererst ein Sanitätsteam zur Versorgung des oben erwähnten Patienten erwartet wurde. Der Flugkapitän hatte dazu bereits während des langen Rollvorgangs zum Gate eine Ansage gemacht, die die Fluggäste dazu aufforderte, nach der Ankunft zunächst auf ihren Plätzen sitzen zu bleiben. Zu meinem großen Erstaunen hielt man sich ausnahmslos an diese Bitte, was ich so nicht erwartet hätte. Nach etwa 10 Minuten konnte das Aussteigen dann beginnen, und aufgrund des langen Flugs entschieden wir uns, den Weg von Gate 61 zur Gepäckausgabe nicht mit der Kabinenbahn, sondern zu Fuß zurückzulegen.
An der Einreisekontrolle bestand für uns aufgrund der Registrierung für automatische Einreisekontrollen keine Wartezeit, so dass wir sehr zügig in der Gepäckausgabehalle ankamen. Sehr zu unserem Erstaunen drehten unsere Gepäckstücke hier bei unserer Ankunft bereits ihre Runden, so dass wir uns ohne jegliche Wartezeit direkt auf den Weg weiter zu unserem Hotel am Flughafen machen konnten.
Fazit
Auf einem solchen Flug merkt man sehr deutlich, warum Airlines wie Cathay Pacific den fünften Skytrax-Stern verdient haben (und warum z.B. Lufthansa immer noch weit davon entfernt sein sollte). Man bietet hier ein ausgezeichnetes Hartprodukt, das für meine Begriffe in der Business Class kaum zu verbessern ist. Gleichzeitig liegen alle anderen Aspekte des gebotenen Produkts mindestens gleichauf mit den zuletzt erlebten Angeboten von Lufthansa, Turkish Airlines und SWISS, wobei gewisse Aspekte (insbesondere die Bordverpflegung) ebenfalls als Sieger hervorgehen. Lediglich der durch das Personal gebotene Service hätte für meine Begriffe ein klein wenig aufmerksamer bzw. konsistenter sein dürfen. Alles in allem handelt es sich bei der Cathay Pacific Business Class um ein Produkt, das ich jederzeit wieder buchen würde. Auch wäre ich durchaus bereit, hier ein klein wenig tiefer in die Tasche zu greifen als bei den jeweiligen Wettbewerbern.